Zum Hauptinhalt springen

NRW und RLP: Übersicht der Regelungen für den Sport (Stand: 24.11.2021)

Aufgrund der erneut steigenden Zahl der Infektionen mit dem Corona-Virus haben die beiden Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihre Corona-Verordnungen aktualisiert und der derzeitigen Lage angepasst. Während in Rheinland-Pfalz die 2G-Regel für den Sportbetrieb im Innenbereich in Kraft tritt, gilt diese Regel in Nordrhein-Westfalen zudem auch für den Trainings- und Wettkampfbetrieb unter freiem Himmel. Nachfolgend schildern wir die für den Sport relevanten und gültigen Regeln der beiden Bundesländer.

Nordrhein-Westfalen

Hier gelten die Regeln der Coronaschutzverordnung Nordrhein-Westfalen vom 17. August 2021 in der ab dem 24. November 2021 gültigen Fassung. Das Maß der mit dieser Verordnung angeordneten Schutzmaßnahmen orientiert sich insbesondere an der Anzahl der in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) in ein Krankenhaus aufgenommenen Personen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Hospitalisierungsinzidenz). Maßgeblich ist insoweit der vom Robert Koch-Institut für Nordrhein-Westfalen tagesaktuell ausgewiesene Wert. Weitere Indikatoren sind die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten, der Anteil der intensivpflichtigen COVID-19-Fälle an der ITS-Kapazität, die Anzahl der gegen COVID-19 geimpften Personen, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten sowie die Entwicklung des R-Wertes.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse über die genannten Faktoren...

  • ...ist die gemeinsame Sportausübung (Wettkampf und Training) auf und in Sportstätten sowie außerhalb von Sportstätten im öffentlichen Raum sowohl im Amateursport als auch im Profisport nur noch für immunisierte Personen (geimpft/genesen) erlaubt, wobei für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Profiligen, an Ligen und Wettkämpfen eines Verbands, der Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund ist, sowie Teilnehmende an berufsvorbereitenden Sportausbildungen (zum Beispiel Lehrveranstaltungen des Hochschulsports) übergangsweise als Ersatz der Immunisierung ein Testnachweis auf der Grundlage einer PCR-Testung ausreichend ist.
    • Diese 2G-Regel gilt ebenso für den Besuch von Sportveranstaltungen als Zuschauerin oder Zuschauer.
    • Ausgenommen von dieser Regelung beim Sportbetrieb sind Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren.
  • ... sind beim Zutritt zu den Sportanlagen die Nachweise einer Immunisierung von den für diese Einrichtungen verantwortlichen Personen oder ihren Beauftragten zu kontrollieren.
  • ...müssen Veranstaltungen im Innenbereich mindestens zwei Tage vorher, spätestens aber zu Beginn der Veranstaltung bei der zuständigen Behörde angezeigt werden.

Auf den Mindestabstand kann im Sportbetrieb verzichtet werden, wenn die Coronaschutzverordnung andere Schutzmaßnahmen wie eine Zugangsbeschränkung auf immunisierte und getestete Personen vorsieht oder wo sich der unmittelbare Kontakt an festen Plätzen auf eine begrenzte Personenzahl bezieht. Dort, wo die Mindestabstände zu anderen Personen nicht eingehalten werden können und keine anderen Schutzmaßnahmen greifen, sollte zum Schutz vor einer Ansteckung durch Tröpfcheninfektionen auch dann eine Maske getragen werden, wenn die Coronaschutzverordnung dies nicht ausdrücklich verpflichtend vorschreibt.

Rheinland-Pfalz

Hier gelten die Regeln der 28. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 23. November 2021 mit Gültigkeit ab dem 24. November 2021. Die Regelungen dieser Verordnung beruhen auf der Einschätzung der aktuellen Entwicklung der Aus- und Belastung des Gesundheitssystems in Rheinland-Pfalz. Maßstab hierfür ist die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz nach. Die Erforderlichkeit derzeitiger und weiterer Maßnahmen wird mindestens alle vier Wochen erneut überprüft.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse über die genannten Faktoren...

  • ...ist die Sportausübung im Amateur- und Freizeitsport im Innenbereich nur dann zulässig, wenn bei der Sportausübung ausschließlich geimpfte, genesene oder diesen gleichgestellte Personen (2G-Regel) sowie Minderjährige, auch wenn diese nicht geimpfte, genesene oder diesen gleichgestellte Personen sind, teilnehmen.
    • Minderjährige, die nicht geimpfte, genesene oder diesen gleichgestellte Personen sind, benötigen einen Testnachweis.
    • Diese Regelung gilt auch für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie für Zuschauerinnen und Zuschauer im Amateur- und Freizeitsport
  • ...ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports im Freien sowie auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen zulässig, sofern ein von den Sportfachverbänden oder Ligaverantwortlichen erstelltes Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird.
  • ...ist die Sportausübung im Amateur- und Freizeitsport im Freien ohne Einschränkungen möglich.

Kinder bis 12 Jahre und drei Monate sowie Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und über eine entsprechende ärztliche Bescheinigung sowie einen aktuellen Testnachweis verfügen, sind geimpften und genesenen Personen gleichgestellt und damit von der 2G-Regelung nicht betroffen. Darüber hinaus sind Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre – auch wenn sie nicht geimpfte oder genesene Personen oder diesen gleichgestellt sind - von den Einschränkungen durch die 2G-Regelung ausgenommen, wenn sie über einen Testnachweis verfügen, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Die in der Corona-Bekämpfungsverordnung in verschiedenen Regelungen vorgegebene Testpflicht kann nun grundsätzlich nur noch durch einen PoC-Antigen-Test durch geschultes Personal (Schnelltest) oder einen PCR-Test erfüllt werden, bei denen die zugrundeliegende Testung nicht länger als 24 Stunden zuvor vorgenommen worden ist.

Haben Sie Feedback für uns?

Ihr Kommentar wird verbandsintern an die zuständige Person/Gruppe weitergeleitet und nicht auf der RSB-Webseite veröffentlicht.