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Herbstsitzung des RSB Gesamtvorstandes

Am 14. Oktober 2018 trafen sich die Gesamtvorstandsmitglieder des Rheinischen Schützenbundes in den Sitzungsräumen in der Verbandsgeschäftsstelle in Leichlingen zu ihrer alljährlichen Herbstsitzung. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den Präsidenten nahm der zunächst einmal die Gelegenheit wahr, um eine Ehrung durchzuführen. Ausgezeichnet wurde an diesem Vormittag der Vorsitzende des Bezirks 11, Wolfgang Hartwig, mit der goldenen Verdienstnadel des DSB.

Nach dem Totengedenken kam man dann zunächst einmal zur Abhandlung der verschiedenen Sitzungsregularien, wie z. B. die Feststellung des Stimmrechts, Wahl eines Protokollführers und Übernahme der Versammlungsleitung durch die Vizepräsidentin Mitte, Sabine Ley.

Außerdem wurde die Bestätigung der neu gewählten stellvertretenden Jugendleiterin Vanessa Manns bzw. des wiedergewählten stellvertretenden Landesjugendleiters Peter Landauer vorgezogen. Der ebenfalls anwesende neue Landesjugendleiter, Stephan Oesterbeck, wird anlässlich der kommenden Delegiertenversammlung in Ransbach-Baumbach im Amt bestätigt.

Berichte der Präsidiumsmitglieder

Es folgten die Berichte der Präsidiumsmitglieder, die man im anstehenden RSB-Journal 5/2018 jeweils nachlesen kann. Zunächst einmal trug aber der Präsident seinen Bericht mündlich vor. Es habe, so Willi Palm, seit seiner letzten Berichterstattung anlässlich der Frühjahrssitzung weitere Turbulenzen gegeben. Er bezeichnete das Zeit- und Arbeitsaufkommen mittlerweile fast so hoch wie im Arbeitsleben. Dazu gebe es Beschimpfungen oder sogar Klagedrohungen gegen die gewählten Präsidiumsmitglieder. Insbesondere auch in den Foren. Im Übrigen sei er froh, neue Leute fürs Präsidium dazu gewonnen zu haben. Der RSB in seiner Gesamtheit wird alles daransetzen, den Süden beizubehalten. Durch das DSB-Verbandsgericht in 1. und 2. Instanz habe der RSB Recht bekommen. Ein weiterer Punkt bezog sich dann auf den aus Kostengründen ausgelaufenen Vertrag mit der Fa. Kult Software (NEON-Verbandsverwaltung). Erfreut berichtete er im Anschluss hieran über neu gewonnenen Premiumpartner wie ARAG und Europcar. Leider seien in einigen Bereichen rückläufige Mitgliederzahlen festzustellen. Daher habe man die Einnahmesituation des Verbandes dringend zu verändern. Zum Beispiel durch ein verstärktes Sponsoring. Die Beiträge hingen aber auch vom Mitgliederbestand sowie ebenso von den geplanten Beitragsstrukturänderungen des DSB ab. Hier müsse man zunächst abwarten. In der kommenden Woche würden die Deutschen Meisterschaften mit dem Luftgewehrauflageschießen in Dortmund abgeschlossen, insgesamt seien die Schützinnen und Schützen des Landesverbandes überaus erfolgreich gewesen. Im München habe man sogar den dritten Gesamtplatz im Medaillenspiegel der 20 Landesverbände erreichen können. Dies sei sicherlich nur dank der guten Vereinsarbeit möglich gewesen. Dazu gab es einige mündliche Ergänzungen zu den schriftlich vorliegenden Berichten der weiteren Präsidiumsmitglieder. So durch die Vizepräsidentin Mitte, die eine gute Beteiligung an den Gebietsmeisterschaften und an der Delegiertentagung ergänzend nachtragen konnte. Der Referent für Tradition und Brauchtum dankte folgend für die Unterstützung, die ihm anlässlich der letzten Delegiertentagung zu Teil wurde. Nun könne auch er eigenständig handeln. Nach der Aussprache zu den Berichten, hier ging es um die Besuche der Bezirke, das begründete Verlegen von Disziplinen nach Dortmund, zur Modernisierung der Essener Anlage, Gedankengänge zur Veränderung der LVM-Modi und zum Versicherungswesen.

Die Finanzen des RSB

In den nächsten drei Punkten ging es ausschließlich um den Jahresabschluss 2017, dem Nachtragshaushalt 2018 und zum Finanzplan 2019, vorgetragen durch den Geschäftsführer Uwe Pakendorf mit ergänzenden Hinweisen durch Schatzmeister Heinz Markert. (Alle Zahlen zur Bilanz 2017, zur Gewinn- und Verlustrechnung 2017, den Erläuterungen zum Jahresabschluss sowie zum Haushalt mit Nachtrag 2018 und Plan 2019 findet man detailliert und umfassend im RSB-Journal 5/2018 sowie später auch im Artikel über diese Sitzung in der Ausgabe 6/2018.) Die jeweiligen Punkte zu den Finanzen des Verbandes standen einzeln zur Diskussion und wurden bei Bedarf weiter erläutert.

Vereins- und Mitgliederentwicklung

Im Anschluss hieran kam man dann zu den einzelnen Vereinsaufnahmen bzw. den Vereinsabmeldungen, die vom Gesamtvorstand jeweils im Detail besprochen, ab gewägt und dann abgestimmt bzw. zur Kenntnis genommen wurden. Über die Mitglieder-Vereinsentwicklung gab es mittels Beamer verschiedene Hinweise und Erläuterungen durch Willi Palm. Über die derzeitigen Altersstrukturen im Landesverband müsse nachgedacht werden und alle Anstrengungen gemacht werden, den Mitgliedsbestand nicht weiter absinken zu lassen.

Zusammenarbeit mit den Fachverbänden

Im nächsten Punkt ging es um die Zusammenarbeit mit den Fachverbänden. Hier berichtete zunächst einmal die Vizepräsidentin Süd, Manuela Göbel, über die erfolglosen Versuche – auch durch den Gebietsvorstand – eine Zusammenarbeit zu erreichen. Die letztjährige Gebietsdelegiertenversammlung sei im Übrigen durch den Fachverband mit der Aufforderung Aussagen zurückzunehmen bzw. die Androhung einer Klage überschattet worden. Auch das Angebot an den Fachverband einen permanenten Sitz im Gebietsvorstand einzunehmen, habe man nicht angenommen. Eine Zusammenarbeit sei nicht in Sicht und wohl nicht möglich. Man hoffe aber weiterhin darauf, im Sinne der Sportschützen die „Kuh vom Eis“ zu bekommen. Für den verhinderten Vorsitzenden des Gebietes Nord, und Vorsitzenden der Fachschaft Sportschießen NRW, Achim Veelmann, gab Willi Palm einige Hinweise zu der seit vielen Jahren bestehenden Fachschaft. So habe Achim Veelmann den Vorsitz im Jahre 2013 übernommen. Seit 2015 erhalte der RSB von Seiten des Landessportbundes NRW zusammen mit dem WSB gemeinschaftlich Gelder für die unterschiedlichsten Zwecke. Leider werde es zukünftig nur noch Gelder für den Leistungssport geben, wenn in diesem Bereich die Verbände auch entsprechend Angestellte mit Hochschlussabschluss beschäftigen würden. Hierzu merkte der Schatzmeister an, dass man mit solchen Regelungen das Ehrenamt mit Gewalt kaputt machen würde. Zum Punkt Strukturen merkte der Präsident an, dass man hier die Strukturen anders definieren müsse. Damit meine er aber nicht, Kreise oder Bezirke zu verändern. Hierauf möchte er aber erst zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.

Neue RSB Homepage und Mitarbeit im RSB

Folgend präsentierte und erläuterte der Geschäftsführer mittels Beamer den derzeitigen Sachstand der neuen RSB-Homepage, einem Content-Management-System. Also einer Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten. Auch hierüber mehr in der nächsten Ausgabe des RSB-Journals. Daran anschließend kam man zur haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeit. Bezüglich der Hauptamtlichkeit verwies der Geschäftsführer auf seinen vorliegenden Jahresbericht (s. a. RSB-Journal 5/2018). Und bezüglich der Ehrenamtlichkeit verwies Willi Palm einmal mehr auf die verschiedenen vakanten Ehrenämter. Wie die Referate Waffenrecht und Schießstandbau; einen neuen Protokollführer für die Gesamtvorstandssitzungen und Delegiertenversammlungen und die Nachbesetzung im Disziplinarausschuss nach dem Tod von Udo Füssel. Auch bemängelte er die magere Teilnahme der Bezirksvorsitzenden aus dem Bereich NRW am Parlamentarischen Abend Schützenbrauchtum. So hätten nur 38 der möglichen 78 Teilnehmer den Parlamentarischen Abend besucht. Letztendlich beständen aber die Bezirksvorstände nicht nur aus einer Person. Auch mit der Beteilung an der Podiumsdiskussion mit Ministerin Scharrenbach zeigte er sich nicht zufrieden. Man müsse den Verband mehr präsentieren und nicht durch Abwesenheit glänzen, so seine bittere Feststellung zu diesem Thema. Für die anstehende Delegiertentagung am 25. November 2018 in Ransbach-Baumbach wurde den Vorstandsmitgliedern die Tagesordnung vorgelegt. Auch hier nochmals der Hinweis, dass noch ein Protokollführer gesucht werde. Die/der im Übrigen nicht gewählt, sondern dazu benannt werde. In diesem Zusammenhang wies Sabine Ley darauf hin, dass die Gebiete noch Vorschläge für den Wahlausschuss vorzulegen hätten. Der Präsident gab auch den Hinweis, dass man nach 2017 auch in 2018 die Delegiertentag erneut in den Süden gelegt habe. Die Örtlichkeiten für 2019 ständen allerdings noch aus.

Ausschüsse und Arbeitskreise

Danach kam man zum Thema Ausschüsse und Arbeitskreise. Gustav Hensel informierte hier zunächst einmal über den Stand des Ehrungsausschusses, der auch die Ehrungsordnung überarbeitet habe. Nach einigen Korrekturwünschen werde man nun anlässlich der kommenden Sitzung eine abschließende Bearbeitung übernehmen. Volker Nehmke berichtete folgend über den Lehrausschuss. Angeregt wurde hierzu eine Qualitätskontrolle im Bereich der lehrenden Sachkunde. Volker Nehmke verdeutlichte aber anhand der Multiplikatorenausbildung die derzeitige Handhabung. Im Anschluss hieran befand der Gesamtvorstand über die vorgelegte Ausbildungsrichtlinie. Robert van Eisern erläuterte dann den Stand des Ausschusses für Verbandsentwicklung. So habe man dreimal getagt und eine weitere Sitzung stände noch im Oktober an. Man befände sich im Zeitplan. Derzeit beständen aber noch Überlegungen zum Verbandsgericht und mit der Jugend müssten noch einige Satzungsangelegenheiten geklärt werden. Bezüglich des Arbeitskreises Schützentage lag ein Beschlussantrag vor, der zunächst einmal durch Gustav Hensel erläutert wurde. Wegen des 150-jährigen Bestehens möchte man die Jahre 2020 und 2021 flexibler halten. Da man leider keinen Ausrichter für den kommenden Schützentag im Jahre 2019 finden konnte, soll der eigentlich anstehenden große Schützentag ausgesetzt und nur ein Delegiertentag durchgeführt werden. Der Gesamtvorstand kam daher einstimmig überein, dies den Delegierten entsprechend zu empfehlen. Da der Termin für die Meldung am Bundeskönigsschießen/-jugendkönigsschießen seitens des DSB nun fix auf den 1.3. eines Jahres festgelegte wurde, muss auch das Landeskönigsschießen/-jugendkönigsschießen ab 2019 vorverlegt werden. Man entschied sich daher, im kommenden Jahr am 16.02.2019 das Hogrefepokalschießen und am 17.02.2019 das Landeskönigs/-jugendkönigsschießen durchzuführen. Bei den Bezirken wurden dazu außerdem die Termine der aktuellen Bezirksschießen abgefragt. Ggf. ist ab 2020 der Ablauf neu zu regeln, da der jetzige Termin voll in die Bezirksmeisterschaft fällt. Auch wünsche der DSB das Königsschießen traditioneller zu gestalten. Soll heißen, dass keine Schießbekleidung mehr gestattet werden soll, um auch bei den reinen Traditionsschützen die Chance zu wahren, den Titel erringen zu können. Diesr Regelung sei aber frühestens ab 2020 möglich. Nun berichtete Gustav Hensel über den Arbeitskreis 150 Jahre RSB im Jahre 2022. Hierzu sei bereits ein Jubiläumsbuch geplant, an dem auch die Vereine mit beteiligt werden sollen. Dazu wurde eine Ausschreibung für Berichte und Fotos avisiert. Das Jubiläum soll vom 23. bis 25. September 2022 am Gründungsort in Düsseldorf durchgeführt werden. Der Bezirk 04 1 wird diese Feierlichkeiten ausrichten. Daher berichtete Bernd Schäper über die ersten Ansätze zum geplanten Ablauf. Auch hierüber mehr in der nächsten Ausgabe. Der Gesamtvorstand stimmt unter großem Applaus den Vorschlägen des Ausschusses einstimmig zu. Nach dem Punkt Verschiedenes konnte Sabine Ley dann die Versammlungsleitung wieder an den Präsidenten abgeben, der um 15.30 Uhr die Sitzung beendete. Nicht ohne allen eine gute Rückreise zu wünschen. Mehr dazu im RSB-Journal 6/2018.

Das Präsidium anlässlich seiner Berichterstattung.

Ehrung für den BV 11, Wolfgang Hartwig.

Die Versammlungsleitung liegt in den Händen von Sabine Ley.

Geschäftsführer Uwe Pakendorf stellt die neue Homepage vor.

Mittels Beamer bekommen die GV-Mitglieder die einzelnen Positionen des Zahlenwerks erläutert.

Der neue Landesjugendleiter Stephan Oesterbeck.

Die derzeitige Mitglieder(Vereins)entwicklung wird aufgezeigt.

Die neue stellvertretende Landesjugendleiterin Vanessa Manns.

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