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Einmal-Zahlung einer Liquiditätssicherung vom Tisch

In seiner Sitzung am 11. Oktober 2020 hatte der Gesamtvorstand des Rheinischen Schützenbundes beschlossen, der Delegiertenversammlung vorzuschlagen, einen Beschluss zur Erhebung einer Einmal-Zahlung je Mitglied aller RSB-Mitgliedsvereine in Höhe von 3,00 Euro zum 30.06.2021 zur Liquiditätssicherung herbeizuführen. Die für den 22.11.2020 vorgesehene Delegiertenversammlung musste jedoch aufgrund des erneuten corona-bedingten Lockdowns abgesagt werden. Auf Vorschlag des Präsidiums hat der Gesamtvorstand des Rheinischen Schützenbundes diesen Beschluss zur Einmal-Zahlung in einem Umlaufbeschluss einstimmig aufgehoben.

Begründet war die Maßnahme der Einmal-Zahlung zum Zeitpunkt der Gesamtvorstandssitzung durch die starken finanziellen Einbrüche im Haushaltsjahr 2020 und der negativen Haushaltsprognose für 2021 mit einem durch die Folgen der Corona-Pandemie wachsenden strukturellen Haushaltsdefizit. Durch den erneuten Lockdown im November 2020, erheblicher Einsparungsbemühungen und einer besser als erwarteten Mitgliederentwicklung hat sich das Bild nun deutlich verändert.

Mit den Absagen von Lehrgangs-, Kader- und Jugendmaßnahmen sowie der geplanten Delegiertenversammlung konnten deutlich positivere Haushaltseffekte erzielt werden. Hinzu kommen weitere Einsparungen bei Reise-, Raum- und Verwaltungskosten und die Verlängerung der Kurzarbeit. Da weniger Material verkauft wurde, verringerten sich hier Auslagen und Aufwand beim Einkauf. Darüber hinaus konnte der RSB aufgrund des verlängerten Lockdowns erneut einen Antrag auf die Ausschüttung von staatlichen Hilfen stellen, die ebenfalls zu weiteren Haushaltsentlastungen führen werden. Ein weiterer positiver Effekt trat durch die Maßnahme des Verbandes zur Mitgliedernachmeldung ein. Nicht nur, dass mehr Beiträge eingenommen wurden, es stieg auch der Mitgliederbestand.

In Anbetracht dieser Entwicklungen lässt sich ableiten, dass sich die Liquidität des Rheinischen Schützenbundes im Jahr 2020 nicht - wie im Oktober 2020 erwartet - verschlechtert hat. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für den Verband bis Ende 2021 zu erwarten. Die Altersstruktur des Verbandes ist ja bekanntermaßen sehr eindeutig – die Überalterung der Gesellschaft wird auch bei uns zu spüren sein. Eine zukunftsorientierte Struktur- und Beitragsreform bleibt daher trotzdem unumgänglich. Diese hatte der Gesamtvorstand in seiner Oktober-Sitzung 2020 an den Beschluss der Einmal-Zahlung gekoppelt. Die eingesetzte Beitragskommission wird bis Herbst 2021 Ergebnisse vorlegen. Diese Ergebnisse sollen der Delegiertenversammlung 2021 nach vorheriger Beratung im Präsidium und Gesamtvorstand zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Delegiertenversammlung 2020 bis auf Weiteres verschoben

Ein Beschluss zur Erhebung einer Einmal-Zahlung zur Liquiditätssicherung aus oben genannten Gründen ist somit nicht mehr notwendig. Zudem macht die Rechtslage aufgrund des aktuellen Lockdowns keine Präsenzsitzungen (Gesamtvorstand und Delegiertenversammlung) möglich. Daher hat das Präsidium des Rheinischen Schützenbundes in seiner Januar-Sitzung 2021 beschlossen, die für den 21. Februar 2021 geplante Delegiertenversammlung als Nachholung der Delegiertenversammlung vom 22. November 2020 bis auf Weiteres zu verschieben. Ziel ist es, eine Versammlung nach Entspannung der Infektionslage wieder in Präsenz durchzuführen, um der Komplexität der Beratungen keine unnötigen Hürden in den Weg zu legen.

Über die Haushaltsentwicklung und die weiteren Planungen und Termine zur Haushaltssicherung wird das RSB-Präsidium alternativ seine Mitgliedsvereine in Kürze ausführlich informieren.

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